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Grabstein nachträglich beschriften: zweiter Name, Gravur und Kosten

Stand der Angaben:

Kurz gesagt

Wird in einem bestehenden Grab jemand beigesetzt, ergänzt ein Steinmetzbetrieb Namen und Daten am vorhandenen Stein. Verrechnet wird meist je Zeichen oder als Festpreis. Fragen Sie nach dem Preis je Zeichen und ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist. In Wien meldet der Betrieb die Arbeit vorher bei der Friedhofsaufsicht an [1]. Bei Naturgräbern bestellen Sie die Namensgravur bei den Friedhöfen Wien, sie kostet je nach Grabart 330,00 oder 385,00 Euro (Stand 13. April 2026) [2].

So läuft eine Nachbeschriftung ab

Der Betrieb braucht Fotos des Steins und den gewünschten Text. Danach macht er ein Angebot, stimmt Schrift und Anordnung mit Ihnen ab und graviert. Fragen Sie, ob Sie vor der Gravur einen Entwurf der neuen Zeile zur Freigabe bekommen.

Muss der Grabstein dafür abgebaut werden?

Ob am Grab graviert wird oder der Stein in die Werkstatt muss, entscheidet der Betrieb nach Foto oder Besichtigung. Fragen Sie danach, denn ein Abbau bedeutet zusätzliche Arbeit. Lärmende Arbeiten am Grab sind auf den Wiener Friedhöfen nur Montag bis Freitag, 7.00 bis 16.30 Uhr erlaubt, nicht an Feiertagen (§ 10 Abs. 5) [1].

Techniken der Inschrift

Die neue Schrift soll in derselben Technik ausgeführt werden wie die alte. Üblich sind vertiefte Schrift, gemeißelt oder sandgestrahlt, erhabene Schrift und aufgesetzte Buchstaben, etwa aus Bronze. Vertiefte Schrift kann eingefärbt oder vergoldet werden.

Anpassung an die bestehende Schrift

Entscheidend ist, dass die zweite Inschrift zur ersten passt. Fragen Sie, wie der Betrieb Schriftart, Schriftgröße, Einteilung, Tiefe und Färbung oder Vergoldung an die alte Schrift anpasst.

Dafür braucht der Betrieb ein gutes Foto der alten Schrift aus der Nähe. Ist die alte Farbe verblasst, fällt der Unterschied zur frischen Zeile auf. Dann kann es sinnvoll sein, die alte Schrift gleich mit auffrischen zu lassen.

Was kostet es, einen Grabstein nachträglich zu beschriften?

Verrechnet wird meist je Zeichen oder als Festpreis für eine bestimmte Zeichenzahl. Fragen Sie nach dem Preis je Zeichen, ob Leerzeichen und Punkte mitzählen und ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist. Lassen Sie sich im Angebot Zeichenzahl, Technik, Anfahrt und Mehrwertsteuer getrennt ausweisen, dann lassen sich Angebote vergleichen. Was ein neuer Stein samt Inschrift kostet, steht im Ratgeber Grabstein Kosten.

Hat das Grab eine Deckplatte, fällt bei der Beisetzung selbst ein eigenes Entgelt der Friedhöfe Wien an: Wegnahme und Wiederauflage kosten 450,00 Euro beim gruftartigen Familiengrab oder der Gruft und 187,00 Euro beim gruftartigen Urnengrab (Stand 13. April 2026) [2]. Mit der Inschrift hat das nichts zu tun, es fällt aber im selben Zeitraum an.

Braucht die Nachbeschriftung in Wien eine Genehmigung?

Unter den Arbeiten, für die die Bestattungsanlagenordnung der Friedhöfe Wien eine schriftliche Zustimmung verlangt, ist die Inschrift nicht genannt [1]. Es gelten aber die allgemeinen Regeln für Arbeiten am Grab: Der Betrieb meldet die Arbeit vorher bei der Friedhofsaufsicht an, mit Art, Umfang und Dauer (§ 10 Abs. 6), und braucht eine Gewerbeberechtigungskarte der Friedhöfe Wien (§ 10 Abs. 1). Lärmende Arbeiten wie Sandstrahlen mit Generator sind nur Montag bis Freitag, 7.00 bis 16.30 Uhr erlaubt (§ 10 Abs. 5). Den Auftrag gibt der Benützungsberechtigte des Grabes oder jemand mit seinem Einverständnis, er haftet für Arbeiten, die mit seinem Willen am Grab gemacht werden (§ 39 Abs. 1). Die Inschrift darf nicht gegen Strafgesetze oder die Würde des Friedhofs verstoßen (§ 34 Abs. 1) [1]. Alle Regeln im Überblick stehen im Ratgeber Grabstein-Vorschriften in Wien.

Das gilt für die 46 Friedhöfe der Friedhöfe Wien GmbH. Konfessionelle Friedhöfe haben eigene Ordnungen. Bei Naturgräbern gibt es keinen eigenen Stein. Dort wird die Namensgravur nur über die Kundenservicestellen der Friedhöfe Wien bestellt (§ 32 Abs. 9) [1]. Sie kostet bei Baum-, Strauch-, Rasen- und Blumenwiesengräbern sowie bei Familien- und Freundschaftsbäumen 330,00 Euro. Beim Wiener Naturgrab, im Block Urnengarten der Feuerhalle und bei der Regenwasserurne Hietzing sind es 385,00 Euro (Stand 13. April 2026) [2]. Hinweise zu einzelnen Friedhöfen finden Sie auf der Seite Grabstein in Wien.

Wie lange dauert es?

Wie lange es bis zur Gravur dauert, hängt davon ab, wie viel der Betrieb zu tun hat, ob am Grab oder in der Werkstatt gearbeitet wird und ob der Stein dafür abgebaut werden muss. Fragen Sie im Angebot nach dem Termin und ob ein früherer Termin möglich ist.

Ob nach der Beisetzung am Grab noch etwas abzuwarten ist, etwa weil der Stein abgebaut wurde, klärt der Betrieb. Hinweise zu Wartezeit und Fundament stehen im Ratgeber Wann Grabstein setzen.

Alte Schrift auffrischen

Farbe und Vergoldung verblassen im Freien. Nachfärben und Nachvergolden alter Gravuren bietet unter anderem die Steinmetzwerkstätte der Friedhöfe Wien an [3]. Fragen Sie, ob der Preis je Zeichen gilt und ob der Stein vorher gereinigt wird.

Wer ohnehin eine Nachbeschriftung beauftragt, kann das Auffrischen der alten Zeilen im selben Termin anfragen. Die Anfahrt fällt dann nur einmal an.

Was Sie für eine Anfrage bereithalten sollten

Diese Angaben helfen dem Betrieb, ein Angebot zu erstellen. Ob er trotzdem zum Grab fährt, entscheidet er:

  1. Ein Foto des ganzen Steins von vorn.
  2. Ein Foto der bestehenden Schrift aus der Nähe, möglichst gerade und bei Tageslicht.
  3. Friedhof, Gruppe, Reihe und Nummer des Grabes.
  4. Der gewünschte Text: Name, Geburts- und Sterbedatum, gegebenenfalls Titel oder Zusatz.
  5. Ob die alte Schrift mit aufgefrischt werden soll.

In der kurzen Anfrage an Steinmetzbetriebe wählen Sie als Anliegen die Nachbeschriftung und laden das Foto hoch. Der Grabstein-Konfigurator ist kein Steinmetz. Mit Ihrer Zustimmung geben wir Ihre Anfrage an passende Steinmetzbetriebe aus Ihrer Gegend weiter, an höchstens drei. Sie ist für Sie kostenlos und verpflichtet zu nichts. Soll statt der Ergänzung ein neuer Stein entstehen, planen Sie ihn im Grabstein-Konfigurator.

Nachbeschriftung anfragen

Mit Ihrer Zustimmung geben wir Ihre Anfrage an passende Steinmetzbetriebe aus Ihrer Gegend weiter, an höchstens drei. Kostenlos und unverbindlich.

Häufige Fragen

Was kostet es, einen zweiten Namen auf den Grabstein zu setzen?

Verrechnet wird meist je Zeichen oder als Festpreis. Fragen Sie nach dem Preis je Zeichen und ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist. Bei Naturgräbern der Friedhöfe Wien kostet die Namensgravur laut Entgeltblatt 330,00 Euro, etwa beim Baum- oder Rasengrab, und 385,00 Euro, unter anderem beim Wiener Naturgrab (Stand 13. April 2026).

Muss der Grabstein für die Nachbeschriftung abgebaut werden?

Das entscheidet der Betrieb nach Foto oder Besichtigung. Fragen Sie danach, weil ein Abbau zusätzliche Arbeit bedeutet.

Was, wenn am Stein kein Platz mehr für einen Namen ist?

Fragen Sie den Betrieb, welche Möglichkeiten es gibt, etwa eine kleinere Schrift, eine andere Anordnung oder eine kürzere Formulierung.

Kann man die alte Schrift abschleifen und den Stein neu beschriften?

Ob das bei Ihrem Stein sinnvoll ist, beurteilt der Betrieb. Lassen Sie sich Abschleifen und neue Gravur im Angebot getrennt ausweisen.

Sehe ich die neue Schrift, bevor graviert wird?

Fragen Sie danach. Lassen Sie sich vor der Gravur einen Entwurf der neuen Zeile zur Freigabe geben.

Braucht man in Wien eine Genehmigung für die zweite Inschrift?

Unter den zustimmungspflichtigen Arbeiten nennt die Bestattungsanlagenordnung der Friedhöfe Wien die Inschrift nicht. Der Betrieb muss die Arbeit aber vorher bei der Friedhofsaufsicht anmelden (§ 10 Abs. 6). Das erledigt der Betrieb.

Wie lange dauert eine Nachbeschriftung?

Das hängt davon ab, wie viel der Betrieb zu tun hat und ob am Grab oder in der Werkstatt gearbeitet wird. Fragen Sie im Angebot nach dem Termin.

Kann die alte Schrift gleich mit erneuert werden?

Ja. Nachfärben und Nachvergolden alter Gravuren bietet unter anderem die Steinmetzwerkstätte der Friedhöfe Wien an. Fragen Sie, ob der Stein vorher gereinigt wird.

Wer darf die Nachbeschriftung beauftragen?

Der Benützungsberechtigte des Grabes, oder jemand mit seinem Einverständnis. Er haftet nach der Bestattungsanlagenordnung der Friedhöfe Wien für Arbeiten, die mit seinem Willen am Grab gemacht werden (§ 39 Abs. 1).

Quellen und Stand der Angaben (3)
  1. Friedhöfe Wien GmbH, Bestattungsanlagenordnung, GZ 1/25, § 10, § 32, § 34, § 35, § 37, § 39, gültig ab 1. Jänner 2025, am Original geprüft am 10. Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/o/document/2025-01-01-bestattungsanlagenordnung-friedhofe-wien-gz-1-25-

  2. Friedhöfe Wien GmbH, Friedhofsentgelte, GZ 04/26, gültig ab 13. April 2026, am Original geprüft am 10. Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/o/document/friedhofsentgelte_20260413_gz-04_2026_2

  3. Friedhöfe Wien GmbH, Steinmetzwerkstätte, abgerufen Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/steinmetz

Wenn Sie so weit sind.

Kostenlos und unverbindlich. Höchstens drei Betriebe. Keine Werbung, keine Weitergabe an andere.

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