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Grabstein Kosten und Preise: womit Sie in Wien rechnen müssen

Stand der Angaben:

Kurz gesagt

Für ganz Österreich nennen die Richtwerte der Sparkassen, Stand Mai 2026, für Grabstein und Grabgestaltung beim Einzelgrab 1.000 bis 3.500 Euro und beim Familiengrab 2.000 bis 6.000 Euro [1]. In Wien kommt das jährliche Grabentgelt der Friedhöfe Wien dazu, beim klassischen Familiengrab je nach Lage 38,75 bis 102,00 Euro, mit einer Deckplatte das Doppelte [2]. Was Ihr Stein kostet, sagt erst ein Angebot. Vergleichen lassen sich Angebote nur, wenn sie dieselben Posten enthalten.

Was kostet ein Grabstein in Österreich?

Für ganz Österreich gibt es nur Spannen, keine Preisliste. Eine neutrale Preiserhebung eigens für Wien, etwa vom VKI oder von der Arbeiterkammer, gibt es nach unserer Suche nicht.

QuelleGrabart oder LeistungSpanneStand
Richtwerte der Sparkassen [1]Einzel- oder Reihengrab, Grabstein und Gestaltung der Grabstelle1.000 bis 3.500 EuroMai 2026
Richtwerte der Sparkassen [1]Familiengrab, Grabstein und Gestaltung der Grabstelle2.000 bis 6.000 EuroMai 2026

Die Sparkassen nennen ihre Zahlen ausdrücklich nur Richtwerte. Sie stehen in einem Beitrag über Begräbniskosten, der als Werbemitteilung gekennzeichnet ist, und das Wort Grabstein steht dort nicht direkt beim Betrag [1]. Ob die Beträge die Mehrwertsteuer enthalten, steht dort nicht. Was ein Preis genau umfasst, ist also nicht immer klar. Lassen Sie sich deshalb jeden Posten im Angebot ausweisen. Welche Posten das sind, steht im Abschnitt "Was muss ein Angebot für einen Grabstein enthalten?".

Zum Stein für ein Urnengrab gibt es einen eigenen Ratgeber: Grabstein für ein Urnengrab.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Stein und Herkunft

Die Steinsorte und ihre Herkunft bestimmen den Grundpreis. Der VKI schrieb 2011, Grabsteine aus Indien seien im Endpreis rund ein Viertel bis ein Drittel billiger als hier erzeugte [3]. Die Zahl ist alt und hier nur als Hinweis auf die Richtung gedacht.

Größe, Stärke und Form

Mehr Stein kostet mehr. In Wien muss ein Grabstein mindestens 10 cm dick sein (Bestattungsanlagenordnung der Friedhöfe Wien, § 34 Abs. 2) [4]. Wie hoch und breit er sein darf, steht im Ratgeber Grabstein-Vorschriften in Wien.

Inschrift

Verrechnet wird meist je Zeichen oder als Festpreis. Fragen Sie nach dem Preis je Zeichen und ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist. Wie ein weiterer Name auf einen bestehenden Stein kommt, steht im Ratgeber Grabstein nachträglich beschriften.

Was kosten Fundament und Einfassung?

Eine neutrale, veröffentlichte Zahl für Fundament und Einfassung in Wien haben wir nicht gefunden. Beides sind eigene Posten. Lassen Sie sie im Angebot getrennt vom Stein ausweisen.

Den Materialbedarf legt in Wien die Bestattungsanlagenordnung mit fest: Das Fundament besteht aus Beton mit Mindestbewehrung, bei Familiengräbern mindestens 50 cm tief und 40 cm breit (§ 33). Einfassungen sind mindestens 15 cm breit und 18 cm hoch, Deckplatten auf Sarggräbern mindestens 8 cm dick (§ 35) [4]. Ob ein Grab überhaupt eine Einfassung bekommt, hängt von der Grabart ab, siehe Grabstein-Vorschriften in Wien.

Auch die Steinmetzwerkstätte der Friedhöfe Wien errichtet Fundamente. Einen Preis veröffentlicht sie nicht, Kostenvoranschläge sind laut Website kostenlos [5]. Vase und Laterne sind eigene Posten. Wie das Fundament in Wien eingereicht und freigegeben wird, steht im Ratgeber Wann Grabstein setzen.

Welche Kosten kommen in Wien am Friedhof dazu?

Das Grab selbst kostet ein laufendes Entgelt. Die Friedhöfe Wien verrechnen es je Jahr und nach Lage des Friedhofs (Entgeltblatt, gültig ab 13. April 2026) [2].

LageKlassisches Familiengrab je JahrKlassisches Urnengrab je Jahr
A38,75 Euro (nur Wiener Zentralfriedhof, 2 Verstorbene)38,75 Euro (nur Feuerhalle Simmering)
B77,50 Euro58,00 Euro
C90,00 Euro66,00 Euro
D102,00 Euro75,00 Euro

Der Vertrag läuft ohne andere Vereinbarung zehn Jahre (§ 21 Abs. 2) [4]. Welcher Friedhof in welche Lage fällt, steht nicht im Entgeltblatt. Ob die Beträge Umsatzsteuer enthalten, ist dort ebenfalls nicht angegeben.

Für die Steinplanung ist ein Punkt wichtig: Wer eine Deckplatte auflegt, zahlt einen Zuschlag von 100 Prozent auf das Grabentgelt, also das doppelte Entgelt [2]. Bei einer späteren Beisetzung kostet das Abheben und Wiederauflegen der Deckplatte 450,00 Euro beim gruftartigen Familiengrab oder der Gruft und 187,00 Euro beim gruftartigen Urnengrab [2].

Ein eigenes Entgelt für die Anmeldung von Steinmetzarbeiten ist im Entgeltblatt nicht ausgewiesen. Das alles gilt für die 46 Friedhöfe der Friedhöfe Wien GmbH. Konfessionelle Friedhöfe haben eigene Ordnungen und Tarife. Mehr zu den einzelnen Friedhöfen auf der Seite Grabstein in Wien.

Was einen Grabstein günstiger macht

  • Größe und Inschrift: Mehr Stein kostet mehr, und die Inschrift wird meist je Zeichen verrechnet, siehe oben.
  • Herkunft: Steine aus Indien waren laut VKI im Endpreis günstiger als hier erzeugte (Stand 2011) [3].
  • Ohne Deckplatte: In Wien verdoppelt eine Deckplatte das jährliche Grabentgelt [2]. Wer darauf verzichtet, spart diesen Zuschlag jedes Jahr.
  • Vergleichen: Die Preise für dieselbe Arbeit gehen weit auseinander, siehe den nächsten Abschnitt.

Was muss ein Angebot für einen Grabstein enthalten?

Der VKI hält fest, dass die Preisunterschiede in dieser Branche gewaltig sind. Ein Leser bekam für dieselbe Reparatur eines Fundaments Angebote von 187 und 720 Euro (Stand 21. November 2013) [6]. Vergleichen lassen sich Angebote nur, wenn sie dieselben Posten enthalten. Achten Sie darauf, dass in jedem Angebot steht:

  • Steinsorte und Herkunft des Steins
  • Maße des Steins: Höhe, Breite und Stärke
  • Form und Bearbeitung der Oberfläche
  • Inschrift: Art der Schrift, Zahl der Zeichen, Preis je Zeichen oder Festpreis, ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist
  • Fundament
  • Einfassung, Sockel oder Stufe, eine Deckplatte nur, wenn Sie eine wollen
  • Zubehör wie Vase und Laterne samt Montage
  • Lieferung und Versetzen am Friedhof
  • wer das Ansuchen um Lagefestlegung und die Anmeldung der Arbeiten bei den Friedhöfen Wien übernimmt (§ 33 Abs. 13, § 10 Abs. 6) [4]
  • ob die Summe die Mehrwertsteuer enthält
  • Anzahlung und Zahlungsbedingungen

Dabei hilft eine Planung, die alle Betriebe gleich lesen. Im Grabstein-Konfigurator legen Sie Form, Maße, Stein und Einfassung fest. Die Inschrift besprechen Sie mit dem Steinmetzbetrieb. Die Planung geht mit Bild und Maßen in die Anfrage. Mit Ihrer Zustimmung geben wir Ihre Anfrage an passende Steinmetzbetriebe aus Ihrer Gegend weiter, an höchstens drei. Ohne Planung geht es mit der kurzen Anfrage an Steinmetzbetriebe. Beides ist für Sie kostenlos und verpflichtet zu nichts.

Angebote für Ihren Stein

Mit Ihrer Zustimmung geben wir Ihre Anfrage an passende Steinmetzbetriebe aus Ihrer Gegend weiter, an höchstens drei. Kostenlos und unverbindlich.

Grabstein und Steuer

Begräbniskosten samt Grabstein sind zuerst aus dem Nachlass zu zahlen. Reicht der Nachlass nicht, können die nicht gedeckten Kosten bis höchstens 20.000 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden (BMF und oesterreich.gv.at, Stand 1. Jänner 2026) [7][8]. Dabei gilt ein Selbstbehalt, der je nach Einkommen zwischen 6 und 12 Prozent liegt [9]. Grabpflege und Trauerkleidung sind nicht absetzbar [7]. Geltend gemacht wird nach Ablauf des Kalenderjahres in der Arbeitnehmerveranlagung oder der Einkommensteuererklärung [7]. Das ist eine Zusammenfassung der amtlichen Angaben und keine Steuerberatung.

Zahlung und Anzahlung

Wann und in welchen Teilen Sie zahlen, vereinbaren Sie mit dem Betrieb. Fragen Sie im Angebot nach Anzahlung und Zahlungsbedingungen.

Was diese Übersicht nicht leisten kann

Eine neutrale Preiserhebung eigens für Wien gibt es nach unserer Suche nicht. Für Fundament, Einfassung, Aufschläge bei bestimmten Oberflächen oder Sonderformen und für einen Gruftdeckel haben wir keine neutrale österreichische Zahl gefunden. Richtwerte ersetzen kein Angebot für Ihr Grab.

Häufige Fragen

Was kostet ein Grabstein in Wien?

Eine neutrale Preisübersicht nur für Wien gibt es nach unserer Suche nicht. Für ganz Österreich nennen die Richtwerte der Sparkassen, Stand Mai 2026, für Grabstein und Grabgestaltung beim Einzelgrab 1.000 bis 3.500 Euro. In Wien kommt das jährliche Grabentgelt dazu. Was Ihr Stein kostet, sagt erst ein Angebot.

Was kostet ein Grabstein für ein Einzelgrab in Österreich?

Die Richtwerte der Sparkassen, Stand Mai 2026, nennen für Grabstein und Grabgestaltung bei einem Einzel- oder Reihengrab 1.000 bis 3.500 Euro.

Was kostet ein Grabstein für ein Familiengrab?

Die Richtwerte der Sparkassen, Stand Mai 2026, nennen 2.000 bis 6.000 Euro für Grabstein und Grabgestaltung.

Was kosten Fundament und Einfassung?

Eine neutrale Zahl dafür haben wir nicht gefunden. Beides sind eigene Posten. Lassen Sie Fundament und Einfassung im Angebot getrennt vom Stein ausweisen, damit Sie Angebote vergleichen können.

Sind die Preise mit Mehrwertsteuer?

Das ist nicht immer angegeben. Die Richtwerte der Sparkassen sagen dazu nichts. Lassen Sie sich im Angebot bestätigen, ob die Summe brutto ist.

Was kostet die Inschrift auf einem Grabstein?

Verrechnet wird meist je Zeichen oder als Festpreis. Fragen Sie nach dem Preis je Zeichen und ob Färbung oder Vergoldung enthalten ist. Wie ein weiterer Name auf den Stein kommt, steht im Ratgeber Grabstein nachträglich beschriften.

Was muss in einem Angebot für einen Grabstein stehen?

Steinsorte, Maße, Form, Inschrift mit Zahl der Zeichen, Fundament, Einfassung, Zubehör, Lieferung und Versetzen, wer die Arbeiten bei der Friedhofsverwaltung anmeldet, die Mehrwertsteuer sowie Anzahlung und Zahlungsbedingungen.

Welche Kosten fallen am Friedhof in Wien zusätzlich an?

Die Friedhöfe Wien verrechnen ein Grabentgelt je Jahr, für ein klassisches Familiengrab je nach Lage 38,75 bis 102,00 Euro (Stand 13. April 2026). Bei einer Deckplatte kommt laut Entgeltblatt ein Zuschlag von 100 Prozent auf das Grabentgelt dazu.

Kann man einen Grabstein von der Steuer absetzen?

Nur soweit der Nachlass die Begräbniskosten nicht deckt. Dann sind die nicht gedeckten Kosten samt Grabstein bis höchstens 20.000 Euro eine außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt (BMF, Stand 1. Jänner 2026). Grabpflege ist nicht absetzbar.

Muss man beim Steinmetz eine Anzahlung leisten?

Das vereinbaren Sie mit dem Betrieb. Fragen Sie im Angebot nach Anzahlung und Zahlungsbedingungen.

Quellen und Stand der Angaben (9)
  1. Sparkasse Bludenz Bank AG auf sparkasse.at, Kosten eines Begräbnisses in Österreich, Stand Mai 2026, als Werbemitteilung gekennzeichnet, Zahlen ausdrücklich nur Richtwerte, abgerufen 8. Oktober 2026, https://www.sparkasse.at/bludenz/finanziell-gesund/vorsorgen/kosten-begraebnis-oesterreich

  2. Friedhöfe Wien GmbH, Friedhofsentgelte, GZ 04/26, gültig ab 13. April 2026, am Original geprüft am 10. Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/o/document/friedhofsentgelte_20260413_gz-04_2026_2

  3. VKI, Konsument, Grabsteine aus Indien: Ethik-Report, Stand 24. Oktober 2011, https://konsument.at/markt-dienstleistung/grabsteine-aus-indien-ethik-report

  4. Friedhöfe Wien GmbH, Bestattungsanlagenordnung, GZ 1/25, § 10, § 21, § 33, § 34, § 35, gültig ab 1. Jänner 2025, am Original geprüft am 10. Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/o/document/2025-01-01-bestattungsanlagenordnung-friedhofe-wien-gz-1-25-

  5. Friedhöfe Wien GmbH, Steinmetzwerkstätte, abgerufen Oktober 2026, https://www.friedhoefewien.at/steinmetz

  6. VKI, Konsument, Artikel Friedhof, Stand 21. November 2013, abgerufen 8. Oktober 2026, https://konsument.at/freizeit-familie/friedhof

  7. oesterreich.gv.at (verantwortlich BMF), Steuerliche Absetzbarkeit im Todesfall, Stand 1. Jänner 2026, https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/notfaelle_unfaelle_und_kriminalitaet/todesfall/steuerliche-absetzbarkeit/Seite.191000

  8. BMF, Außergewöhnliche Belastungen mit Selbstbehalt, Stand 1. Jänner 2026, https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/arbeitnehmerveranlagung/was-kann-ich-geltend-machen/aussergewoehnliche-belastungen/aussergewoehnliche-belastungen-mit-selbstbehalt.html

  9. BMF, Außergewöhnliche Belastungen, Überblick, Stand 1. Jänner 2026, https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/arbeitnehmerveranlagung/was-kann-ich-geltend-machen/aussergewoehnliche-belastungen/aussergewoehnliche-belastungen-ueberblick.html

Wenn Sie so weit sind.

Kostenlos und unverbindlich. Höchstens drei Betriebe. Keine Werbung, keine Weitergabe an andere.

Angebote erhaltenRückruf